Sportmedizinischer Check-up: Trampeln bis der Arzt kommt

  • Die Kapuze tief über den Kopf gezogen, blickt der junge Mann auf mich herunter, sein Blick wirkt fast grimmig. Ich liege vor ihm auf einer Pritsche. Der junge Mann heißt Simon Schempp und gehört zu Deutschlands besten Biathleten. Sein Foto hängt links von mir an einer Wand in einem Untersuchungszimmer in der Charité. Simon Schempp war auch schon hier in der Abteilung Sportmedizin, möglicherweise hier in diesem Raum, vielleicht in einem anderen Untersuchungszimmer. Die Abteilung Sportmedizin nimmt einen ganzen Flügel des historischen Gebäudes an der Hannoverschen Straße in Mitte ein. Sportmediziner: „Wir haben ein sehr buntes Klientel“ Nicht nur Hochleistungssportler können sich hier durchchecken lassen. Auch Freizeitsportler erhalten eine medizinisch fundierte Analyse ihres Fitnesszustandes, ambitionierte Hobby-Athleten bekommen entsprechend ihrer Leistungsdiagnostik konkrete Trainingstipps. Aber auch Untrainierte sind hier zu finden – Rehabilitationspatienten etwa, denen die Ärzte nach einem Herzinfarkt zu Bewegung geraten haben und die hier erfahren, in welchen Grenzen sie am besten trainieren. „Wir haben ein sehr buntes Klientel“, sagt Bernd Wolfarth, der die Abteilung Sportmedizin in der Charité leitet. „Zunehmend kommen auch Freizeitsportler“, sagt der Mediziner, der seit Ende März auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) ist. Besonders seitdem einige Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung ganz oder teilweise übernehmen, verzeichne seine Abteilung steigenden Zulauf. Die AOK Nordost beispielsweise erstattet alle zwei Jahre 90 Prozent des Rechnungsbetrags, jedoch maximal 75 Euro bei einem Basischeck oder 150 Euro bei einem Leistungscheck. Die Techniker Krankenkasse (TK) dagegen übernimmt alle zwei Jahre 80 Prozent der Kosten dieser individuellen Gesundheitsleistung, zugleich hat sie mit dem Sportärztebund Berlin-Brandenburg Festpreise vereinbart – 75 Euro für die Basisuntersuchung und 150 Euro für die Leistungsuntersuchung. Die TK möchte ihren Versicherten mit dem Zuschuss „den Neu- oder Wiedereinstieg in den Sport erleichtern“, heißt es auf der Internetseite der Krankenkasse....

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