Behindert - irgendwie mag man ja NICHT über dieses Thema reden/schreiben/mitreden!?

Bevor ich es vergesse zu erwähnen, bei meinen 'Nachforschungen' im Netz fand ich diese Info-Seite für Betroffene.

Könnte ja sein, das es für den Einen oder Anderen von Interesse ist :-) was dort nachzulesen steht.


Ich bin ehrlich gesagt ein wenig deprimiert, ganz ehrlich. Dachte ich doch, das ein wenig mehr 'Rückmeldung' zu diesem Thema kommt und zwar in der Form, das auch mal jemand anders etwas schreibt. Zum Beispiel jemand mit eigener Erfahrung! Denn sofern ich hier bei uns in Düsseldorf durch die Straßen gehe, was ja ehrlich gesagt nicht so oft vorkommt, fällt mir schon sehr auf, wie viele Menschen mit so einem Rollator unterwegs sind! Schon traurig :-(


Traurig dabei ist aber nicht nur, das man (z.B. bei mir selbst) mit ca. 18 kg Metall durch die Gegend schiebt und sich selbst als 'Fremdkörper' der Nation fühlt, sondern vielmehr - das man irgendwie einfach begreifen muss, das man dieses Teil höchstwahrscheinlich nicht mehr los wird und im Gegenteil sogar noch froh darüber sein muss, das es hoffentlich nicht schlimmer wird!

Zwei mal die Woche zur Physio-Therapie, hoffen darauf, das sich der Gesundheitszustand hält. Brav die zugehörigen Auflagen erfüllen und regelmäßig den notwendigen Papierkram erledigen. Die Stupidität der Bürokratie akzeptieren und gleichzeitig brav lächeln, wenn ein Politiker darüber spricht, was er/sie alles Positives an Neuerungen für Behinderte auf die Beine stellt.


Ich bin frustriert, ganz ehrlich, verärgert über die anscheinend vorhandene Gedankenlosigkeit mit der die wirklich wichtigen und notwendigen Änderungen einfach nicht erledigt werden! Für mich als Betroffenen sieht es ganz einfach danach aus, das anscheinend wieder einmal von jemandem am Rad gedreht wird, der wohl als Bäcker auf den Posten des Elektrikers gesetzt wurde!?


Ein ganz einfaches Beispiel:

Will ich mit den ÖPNV von Stadtmitte in Düsseldorf zum Areal Böhler hinaus, nutze ich noch alte Züge der Rheinbahn. Der Zugang mit meinem Rollator ist dann nur möglich, wenn ich diesen zusammen lege! Wie macht das der Rollstuhlfahrer? Ganz abgesehen von den insgesamt für Behinderte vorhandenen Plätzen in den Zügen Rheinbahn, die meistens ja von Kinderwagen besetzt sind.


Dies ist jedoch nur ein Beispiel von vielen, über das in der heutigen Zeit nur wenig nachgedacht wird.


Auch meine telefonische Anfrage bei der Stadtverwaltung Düsseldorf im vergangenen Frühjahr 2019 nach Angeboten für die Aufnahme von Dreirad-Verleih, speziell für Behinderte, in das Angebot der Stadt blieb leider ohne Antwort. Darauf kam ich, da es ja sicher außer Sonja auch noch andere Menschen geben wird, denen das Gleichgewicht zum Fahrradfahren fehlt - oder irre ich mich?

Und es wäre doch sehr schön, wenn man als Paar (zum Beispiel) ein E-Dreirad mieten könnte, um mit dem Partner zusammen eine Radtour zu unternehmen :-) Nicht jedem steht es ja frei eine solche Anschaffung vorzunehmen, denn a) kostet das E-Dreirad nicht gerade wenig Geld, und b) sollte man ein solches Rad dann auch irgendwie sicher unterbringen können!


Allerdings hätte sicher der Ausflug zu zweit recht positive Auswirkungen für beide Personen sowohl gesundheitlich, wie auch körperlich und psychisch. denke ich. Jedoch wird dies nicht bzw. nur mit sehr großen Schwierigkeiten gefördert und wie man sieht, leider nicht durch öffentliche Stellen beachtet...

Aber vielleicht muss ich erst warten, bis die nächsten Wahlen anstehen, dann nochmal das Thema anbringen und eventuell kommt ja dann eine Antwort, sofern ich die Frage über eine Zeitung stelle, bzw. über einen TV-Sender?


Es ist wohl, wie bei allen Themen, bzw. wie bei den meisten Themen. Sport- und Freizeitgeräte für Behinderte = wen interessiert das schon?

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